4 Gedanken zum Jahresanfang 2015

Gepostet am Aktualisiert am


Selten habe ich einen Jahreswechsel so nachdenklich und reflektierend verbracht wie diesen. Hier ein kleiner Einblick in meine Gedankenwelt:

1. Gedanke: Es kann keinen Neubeginn geben, wenn ich Altlasten mit ins neue Jahr schleppe.

In der Nacht vom 30.12.2014 lag ich stundenlang wach und dachte über den Bibelvers aus Philipper 3,13 nach:

„Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt“

Vergessen ist nicht möglich, wenn ich mich auf etwas konzentriere, wenn meine Gedanken und Gefühle sich mit etwas oder jemandem ständig beschäftigen.

Wer oder was beschäftigt dich im negativen Sinne? Welche Verletzung oder welchen Verlust kannst du nicht vergessen? Kannst du nicht vergessen oder willst du nicht vergessen? Was hast du davon dich ständig gedanklich und emotional damit zu beschäftigen? Gibt es Gegenstände oder Umstände, die dich an diese Sache/ an diesen Menschen erinnern, die du besser loswerden müsstest?

Nach was sollte ich mich besser ausstrecken? Philipper 3,14 sagt: Nach unserer Berufung in Jesus Christus, dem Leben in Gottes Herrlichkeit. Darauf sollten wir immer und ständig und überall und in jeder Situation unsere Augen richten. Das ist unser Ziel 2015, 2016, 2017, 2018….

2. Gedanke: Ich brauche keinen Plan aber ich darf Pläne schmieden.

Von allen Seiten höre ich: „2015 ist das Jahr der Entscheidungen.“ Meine Freunde und ich selber auch sind in den letzen Zügen unseres Studiums, die ersten Hochzeiten stehen an aber vor allem die Frage, wie und wo es nach dem Studium weitergeht, beschäftigt uns sehr. Der Druck, auf die Frage“Wie geht’s für dich weiter? Was hast du geplant?“ eine durchdachte super befriedigende Antwort parat zu haben, erhöht sich von Tag zu Tag. Tief drinnen beschäftigen uns Sorgen: „Was ist wenn ich scheitere? Wenn ich noch 2 Semester studieren muss? Wenn ich keinen Job finde? Wenn ich keinen Partner finde? Wenn ich …“

Gestern hörte ich zu meiner großen Ermutigung eine Predigt von Pastor TD Jakes auf Youtube:“ Hearing gods voice“

( https://www.youtube.com/watch?v=uOUWKSMkwdM ).

Dort sagt er mit seiner tiefen Basstimme theatralisch:

“ If you want to make god laugh you tell him that you have a plan.“

Wir Menschen fragen Gott immer nach Details über die Zukunft, doch Gott nutzt nicht nur das Ziel, sondern auch den Weg dorthin um unser inneres Ohr zu trainieren, seine Stimme zu hören und ihr zu folgen.

„Der Mensch plant seinen Weg aber der Herr lenkt seine Schritte“ Sprüche 16,9

Ich denke es ist entscheidend, bei allen Planungen und Zielsetzungen dafür offen zu bleiben, dass Gott eingreifen darf/soll/ wird und es in eine andere Richtung weitergeht. Ich habe 2014 erlebt, dass Gott durch offene oder geschlossene Türen zu mir spricht. Wo sein Wille ist, gehen Türen mit Leichtigkeit auf und wo sein Wille nicht ist, kann ich mit dem Kopf noch so hart gegen die Wand laufen, am Ende sitze ich völlig erschöpft und ausgebrannt da und sehe es letztendlich ein.

3. Gedanke: Christus-zentrierte Vorsätze schaffen

Wenn ich an gute Vorsätze denke, frage ich mich oft, was meine Motive dahinter sind.

– Ich will besser Gitarre und Klavier spielen. Wozu? Damit ich andere beeindrucken kann?

-Ich will mehr Sport machen und gesünder Leben. Wozu? Damit ich attraktiver werde und für ein besseres Selbstwertgefühl?

-Ich will mehr Bibellesen und Andachten vorbereiten. Wozu? Damit ich angesehen bin und Ratsuchende zu mir kommen?

-Ich will einen Missionseinsatz machen. Wozu? Damit ich etwas Besonderes mache und Bedeutung habe?

Der alte Mensch schleicht sich in meine Motivation ein und wenn ich nicht aufpasse verliere ich Jesus und das, was er für mich bereithält, aus den Augen: Freiheit, ein Herz das LIEBT und DIENT, Frieden, wahre Freude und Gerechtigkeit. Diesem Leben in Jesus jage ich nach, nicht dem, was ich oben geschrieben habe.

Ich mache Musik, denn das ist meine Zeit und Form der Anbetung. Ich pflege meinen Körper, denn ich will ihn für Gottes Reich einsetzen. Ich forsche in Gottes Wort, denn darin ist Leben und er spricht zu mir. Ich gehe in die Mission, wenn er mich aussendet und sonst nicht.

Mein einziger großer Vorsatz 2015 ist, dass ich lernen will, Gott zu hören und ich freue mich riesig auf alle Erfahrungen und Begegnungen, die ich dieses Jahr mit Gott haben werde! Und ich bete, dass ich alles lasse, das ich aus einer falschen Motivation heraus tun möchte.

4. Gedanke: Gott braucht kein Neujahr für einen Neustart

2015-01-03 12.11.12

Gute Vorsätze scheitern meistens früher oder später. Alte Verletzungen brechen vielleicht wieder auf und derselbe Fehler wurde wieder begangen. Gott sei Dank, müssen wir nicht bis zum 1.1.2016 warten, um von vorne zu beginnen und Vergebung auszusprechen und anzunehmen.

David betet nachdem er sich seiner großen Schuld bewusst wurde in Psalm 51, 12 und 18-19:“Gott schaffe mich neu: Gib mir ein Herz, das dir völlig gehört und einen Geist der beständig zu dir hält! (…) Tieropfer willst du nicht, ich würde sie dir gerne geben; aus Brandopfern machst du dir nichts. Aber wenn ein Mensch dir Herz und Geist hingibt, wenn er mit sich am Ende ist und dir nicht mehr trotzt – ein solches Opfer weist du nicht ab.

Im Gebet ist ein Neuanfang jederzeit möglich.

Ich möchte dich ermutigen, den Jahresbeginn ganz bewusst dazu zu nutzen, dich neu auf Gott auszurichten und dir zeigen zu lassen, was er dieses Jahr mit dir geplant hat. Er hat einen wunderbaren Plan für dein Leben!

Geschrieben von Zalea am 03.01.2015

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