Ich bin berufen- aber wozu?

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Wenn du im Leben möglichst geradeaus gehen willst, stellt du dir diese Frage BEVOR du deinen Schulabschluss machst und machst dich bereits vor der Berufsausbildung oder dem Studium auf die Reise ins ominöse Reich der „Berufung“, das ich oft als stochern im Wirrwarr meiner Identitätskrise erlebt habe.

In der Grundschule wollte ich Polizistin werden, mit 16 Journalistin.

Mit 18 wollte ich Soziale Arbeit studieren, mit 18,5 bei den Vereinten Nationen arbeiten, um gleich die Welt zu verändern.

Mit 19 begann ich mein Jurastudium, das ich zwischen 19 und 25 immer wieder schmeißen wollte.

Mit 23 begann ich eine Ausbildung zur Begleiterin für Persönlichkeitsentwicklung und Sozialkompetenz.

Mit 24 begann ich die Arbeit mit jugendlichen Flüchtlingen aus aller Welt, unterrichte und fördere sie und startete diesen Blog.

Und zwischendurch denke ich, dass ich als Frisöse oder Buchhändlerin oder mit einem kreativen Job viel glücklicher wäre.

Es gibt diese (aus meiner Sicht) glücklichen Menschen, die schon immer wussten, dass sie Arzt oder Lehrerin, Schreiner oder Architektin werden wollten. Dazu gehöre ich nicht. I am LOST was die Berufswahl betrifft.

Das Problem an der Sache: „Wer keine Vision für die Zukunft hat, der hat auch keine Perspektive in der Gegenwart.“ (Leo Bigger, ICF Zürich in: Adlerauge)

Also begebe ich mich in meiner Verlorenheit auf die Reise.

Ansatzpunkt: Gott sagt in Jeremia 29,11 (NeÜ): „Denn ich weiß ja, was ich mit euch vorhabe.“

Das sagt mir Folgendes:

1) Es gibt einen Plan für mich! Boah!!!…..große Erleichterung….aufatmen! Puh! Das sind schonmal gute News.

2) Den Plan hat Gott! Mmhhhh….schwierig, wie komme ich daran????????

 

Strategie:

1) Beten!

„Vater, zeig mir wer ich in deinen Augen bin. Welche Stärken du in mich hineingelegt hast, welche Talente und Gaben du mir geschenkt hast. Vater, zeig mir, wie ich dir Freude machen kann und wo der Platz ist, an dem du mich gebrauchen willst.“

2) sich mit seiner Identität auseinandersetzen

Was macht dir wirklich Spaß? Was könntest du stundenlang tun und die Zeit einfach vergessen? Was liegt dir garnicht? Welche Talente sprechen dir andere Menschen zu? Welche Stärken und Schwächen hast du? Welche Menschen und Dinge liegen dir besonders auf dem Herzen?

Meine persönliche Methode, um mehr über mich zu lernen sind a) Bücher und Arbeitshefte und b) Herausforderungen des Alltags. Am Ende dieses Textes werde ich dir ein paar Bücher empfehlen.

3) sich mit seiner Familie und seiner Vergangenheit auseinandersetzen

Wer warst du in deiner Familie? Was waren Wendepunkte, schöne und schmerzhafte Erfahrungen in deinem Leben? Was hast du daraus gelernt?

4) den eigenen Lebensraum aufmerksam wahrnehmen

In welchen Lebensraum hat dich Gott gestellt? Mit welcher Gruppe von Menschen hast du ständig zu tun? Welche Orte sind dir besonders wichtig? Welche Orte meidest du?

5) Geistesgaben feststellen

Ich selbst komme nicht aus einem charismatischen Gemeindebackground, deshalb spielten Geistesgaben nie eine Rolle für mich. Dennoch beschenkte mich Gott mit besonderen Gaben, die ich einfach nur mal feststellen musste. Das war ein sehr wichtiger Schritt auf dem Weg zur „Berufung“.

Ich empfehle euch am Ende noch Gabentests, die ich selbst gemacht habe und hilfreich finde.

6) mit Freunden/ Familie die einzelnen Erkenntnisse dieser Reise besprechen

 

Ich bin noch nicht ganz da, aber ich nähere mich an. Jeden Tag ein Stückchen mehr, sagt mir mein Gefühl. Dir wünsche ich, dasselbe!

 

Buchempfehlungen:

„Adlerauge“ von Leo Bigger (ICF Zürich)

„Typen und Temperamente“ von Reinhold Ruthe

„Weißt du nicht, wie schön du bist“ von Stasi Eldredge (die englische Version, „Captivating“, gefällt mir viel besser)

„Werden wie du mich siehst- Gottes Traum für dein Leben von Stasi Eldredge

„Der ungezähmte Mann“ von John Eldredge

„Chazon“ von Tobias Teichen (ICF München)   (auch als kostenlose PDF zum Download bei http://chazon.icf-muenchen.de/ )

Die Bibel (auf jeden Fall!!!)

 

Gabentests:

„Chazon“ von Tobias Teichen (ICF München)  (auch als kostenlose PDF zum Download bei http://chazon.icf-muenchen.de/ )

„3 Color World“ (kostenpflichtig)  http://3colorworld.org/de/etests/ministry/summary/about

 

Geschrieben vo Zalea, 14.10.14

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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