Ist dir Christsein manchmal peinlich?

Gepostet am Aktualisiert am


Die Grundschulkinder meiner Gemeinde malten heute ein Bild zum Thema „Freundschaft“. Über dem Bild stand:

„Jesus, ich freue mich riesig darüber, dass ________ mein Freund/ meine Freundin ist. Danke, dass es ihn/ sie gibt. Segne ihn /sie.“

Sie sollten das Bild dann ihrem Freund/ ihrer Freundin schenken. Die Kinder waren von der Idee überhaupt nicht begeistert.

„Die Kinder in der Schule sind keine Christen und schauen mich dann vielleicht komisch an“, hieß es. Am Ende ließen viele ihre Blätter einfach liegen und sind gegangen.

Gerade als Teenager war mir Christsein oft peinlich. Hauptsächlich immer dann, wenn ich mit Nichtchristen zu tun hatte. Ich war besorgt. Würden sie mich ablehnen? Machen sie sich über mich lustig? Reden sie schlecht über mich? Halten sie mich für verrückt?

Wenn meine Mutter mich und meine Clique von der Schule abholte und christliche Musik im Auto lief.

Wenn meine Freunde zum Essen kamen und meine Eltern unbedingt beten wollten.

Wenn ich erklären musste, dass ich sonntags nicht mit zum Brunchen gehen konnte weil mir der Gottesdienst wichtig ist.

Als ich erklären musste, dass mein fester Freund nicht bei mir übernachten kann.

Wenn wir in der Stadt unterwegs waren und „uncoole“ Christen mit der Gitarre in der Fußgängerzone Musik machten.

In der Pubertät waren die nichtchristlichen Jungs viel cooler und interessanter. Denen brauchte ich mit Glauben nicht zu kommen.

Es ist nicht einfach, ständig Flagge zeigen zu müssen. Man braucht Selbstbewusstsein und Charakterstärke, damit die Menschenfurcht nicht siegt.

Gerade, wenn man neue Leute kennenlernt, fällt es manchmal schwer sich als Christ zu outen. Man will ja „gefallen“.

In so Momenten, die es heute auch noch gibt, mache ich mir Mut mit Paulus Aussage:

„Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht! ! ! ! ! “ (Römer 1,16)

Und ich schäme mich nicht für mich selbst, meinen Lebensstil, meine Entscheidungen, meine Überzeugungen und die Dinge, die mir gefallen und gut tun.

Stehe ich selbst jetzt mit dem Auto an einer Ampel, die Fenster runtergekurbelt und es läuft (wahrscheinlich) christliche Musik wird mein erster Impuls beim Blick auf das Nachbarauto vielleicht trotzdem noch sein, die Musik runter zu drehen. Aber ich entscheide mich, gerade deshalb (!), ein bisschen lauter zu machen, den Nachbar anzulächeln und meinen Glauben richtig zu feiern.

 

Geschrieben von Zalea, 12.10.2014

 

 

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s