Debora – die Ermutigerin

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Und hier beginnt die Geschichte von Debora, der Ermutigerin:
Richter 4, 6-7 (Schlachter-Übersetzung 2000)

„Und sie (Debora) sandte hin und ließ Barak rufen (…) und sprach zu ihm: Hat nicht der HERR, der Gott Israels, geboten: Geh hin und zieh auf den Berg Tabor; und nimm mit dir 10.000 Mann von den Söhnen Naphtalis (Baraks Stamm) und den Söhnen Sebulons! Denn ich will Sisera, denn Heerfhrer Jabins, mit seinen Streitwagen und mit seinen Heerhaufen zu dir an den Bach Kison ziehen lassen und ihn in deine Hand geben.“

Wer war Debora?
Debora war Frau, Ehefrau, Prophetin und Richterin Israels. Gott berufte zu dieser Zeit sogenannte „Richter“, als militärische Anführer und Befreier Israels von der Unterdrückung durch feindliche Völker. Debora war jedoch zunächst „Richterin“ im heutigen Sinne. Sie hielt Gericht an einem speziellen Ort, der „Debora-Palme“, und das ganze Volk kam zu ihr.
Wir wissen nicht, wie sie zu dieser Stellung kam, außer, dass Gott sie dazu berufen und befähigt haben muss.

1. Debora erinnert Barak an Gottes Auftrag

Debora lässt Barak zu sich rufen und erinnert ihn: „Hat nicht Gott geboten…?“
Gott hatte Barak einen Auftrag gegeben: Er sollte 10.000 Mann auf den Berg Tabor führen.
Gott hatte Barak eine Verheißung gegeben: Er würde siegreich sein.

Und Barak? Er tut nichts. Vielleicht verdrängt er Gottes Stimme, vielleicht hält er sich die Ohren zu und rennt weg.
Warum? ER.HAT.ANGST.
Gott verlangt von ihm, dass er die zersplitterten israelischen Stämme vereint und sich einer militärischen Übermacht, die Israel seit 20 Jahren gewaltsam unterdrückt, gegenüberstellt.

Der Name „Barak“ bedeutet „Blitz“. Ein einzelner Blitz kann die Finsternis nicht besiegen. Vielleicht ist das Baraks Selbstbild: „Ich bin doch nur ein Blitz, was kann ich schon tun?“

Richter 4,8
„Barak sprach zu Debora: Wenn du mit mir gehst, so will ich gehen; gehst du aber nicht mit mir, so gehe ich nicht!“

Ja, Barak ist entmutigt und vertraut Gottes Zusage nicht, dass er siegen wird.

Wo steht du in deinem Leben einer „Übermacht“ gegenüber? Welchen Kampf kannst du nicht gewinnen? Vertraust du Gottes Zusagen? Vertraust du Gottes Macht und Stärke?

2. Debora ermutigt Barak
Richter 4,9
„Da sprach Debora: Ich will freilich mit dir gehen (…) und Debora machte sich auf und zog mit Barak nach Kedesch“

Debora vertraut auf Gott und ist deshalb mutig und entschlossen. Sie marschiert furchtlos mit Baraks Streitmacht auf den Berg Tabor.
Dort sieht Barak hinab auf das riesige feindliche Heer, 900 eiserne Streitwagen, in ihrer Funktion wie heutige Panzer. Barak als Anführer müsste voraus, an der Spitze seiner Truppen gehen, doch er zögert. ER.HAT.ANGST.

Richter 4,14
„Debora aber sprach zu Barak: Mache dich auf! Denn dies ist der Tag an dem der HERR den Sisera in deine Hand gegeben hat. Ist nicht der HERR vor dir ausgezogen“
Oder anders ausgedrückt: Gott geht dir voraus, Barak. Los jetzt! Auf!

Daraufhin greift Barak endlich die Feinde an. Siseras Heer wird komplett vernichtet, keiner blieb übrig. Die Israeliten befreiten sich von der Heerschaft der Kanaaniter und das Land hatte 40 Jahre lang Ruhe (Richter 5,31).

Was lernen wir über Gott:
– Er hat größere Pläne, manchmal riskantere Pläne für unser Leben, als wir selbst.
– Wir dürfen Angst haben aber wir müssen Angst im Vertrauen auf Gott überwinden.
– Gott ist ein großer Ermutiger: Er hätte Barak einfach durch einen anderen Mann ersetzen können. Aber Gott möchte uns helfen zu wachsen, dahin ihm immer mehr zu Vertrauen. Das schenkt Lebensmut.

Was lernen wir von Debora:
– Ermutige durch dein eigenes Vertrauen in Gott andere.
– Sprich dir und anderen Gottes Verheißungen immer wieder zu.
– Begleite andere bis zur Schlacht aber lass sie ihren eigenen Kampf kämpfen.
Frage dich: Ist das mein Kampf? Welche Rolle gibt Gott mir hier?

Was hat Barak gelernt?
In Richter 5 singen Debora und Barak ein Siegeslied. Ich stelle mir vor, Debora schaut Barak an und beendet das Lied mit:
„Die Gott lieben, sollen sein wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht“ (Richter 5,31)

Du bist nicht „nur“ ein Blitz, ein kurzer Lichtblick in der Finsternis. Wenn du mit Gott gehst und ihm vertraust wirst du die Finsternis vertreiben. Du wirst zur Sonne!
Sonnenschein

Geschrieben von Zalea, 11.06.2014

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