Auf der Suche nach dem „Wahrwahr“

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Ein kurzes, merkwürdiges Wort hielt vor wenigen Wochen Einzug in meinen Kopf und mittlerweile sogar in meinen Sprachgebrauch: das „Wahrwahr“. Ich bin begeistert von der Tiefe und Klarheit dieses Begriffes – du gleich auch 😉

Das „Wahrwahr“ ist eine Wortneuschöpfung aus dem Roman „Der Wolkenatlas“ von David Mitchells.

Verschiedene Menschen haben verschiedene Sichtweisen, Eindrücke, Gefühle, Prägungen und unterschiedliches Wissen. Jede Situation, jede kleinste Kleinigkeit wird auf der Grundlage unserer persönlichen Erfahrung gedeutet und bewertet. Konflikte und Missverständnisse sind deshalb allgegenwärtig und unumgänglich.

An dieser Stelle sollte die Suche nach dem „Wahrwahr“ beginnen, der von allen subjektiven Eindrücken und Bewertungen losgelösten, universell geltenden, absoluten Wahrheit.

Und hier hört die Suche auch schon wieder auf. Wir prallen nach wenigen Gedankengängen hart gegen die natürliche Wahrheitsgrenze- unser eigenes Selbst. Ich kann nicht aus meiner Haut hinaus, kann nicht in deine Haut hinein und schon gar nicht außerhalb jeder Haut von oben auf die Dinge sehen.

Trotzdem spüre ich eine tiefe Sehnsucht nach dem „Wahrwahr“ in mir, dem Frieden, den die Wahrheit mit sich bringt.

Doch das „Wahrwahr“ bleibt nicht verborgen und gänzlich unerreichbar für mich, denn ich glaube. Ich glaube an die Zusagen Gottes. Dort wo ich nicht aus meiner Haut hinaus kann, da kommt der Geist der Wahrheit in mich hinein (Joh. 16.13). Dort wo ich nicht in deine Haut hinein kann, da kann ich von dem einen Menschen der das „Wahrwahr“ kannte und lebte lernen (Joh. 1,14). Dort wo ich die Dinge nicht von oben sehen kann, weiß ich, dass ein liebender Gott der Wahrheit, mein Leben in seiner Hand hält.

 

Geschrieben von Zalea, 12.05.2013

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